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Webinar: Hybride Kriegsführung

26. Januar von 19:00 - 21:00 CET

Der Begriff der hybriden Kriegsführung fand durch die Annexion der Krim 2014 in Form „kleiner grüner Männchen“ Eingang ins öffentliche Bewusstsein. Weniger bekannt sind die Vorgeschichte innerhalb von NATO, Farbrevolutionen und die vom Westen protegierten Graswurzelbewegungen. Als Reaktion auf die Krim wurden die Kompetenzen am Center of Excellence for Countering Hybrid Threats gebündelt. Unser Mitglied Oberst i.G Sönke Marahrens leitet seit 1.10.2021 als deutscher Vertreter die Abteilung COI Strategie & Verteidigung.

Aufbauend auf zahlreichen Publikationen und dem mittlerweile weltweiten Netzwerk wurde 2020 durch das COE zusammen mit dem Joint Research Centre der EU ein Konzeptionelles Modell Hybrider Bedrohungen als Handreichung für die Mitgliedsstaaten erarbeitet. Dieses soll den Mitgliedstaaten Hilfestellung dabei geben, hybride Akteure zu erkennen, deren Aktionen zu klassifizieren und dagegen Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Dieses Zentrum wurde auf Basis des EU Framework on countering Hybrid Threats in Helsinki als netzwerkbasierter Think- und Do Tank 2017 etabliert und hat 31 Mitgliedstaaten aus dem Kreis der NATO und EU Mitglieder. Derzeit umfasst es 35 Mitarbeiter, davon sind 15 von den Mitgliedernationen entsendet. Unter der Führung einer finnischen Direktorin arbeit das COE in drei Forschungsbereichen, sogenannten Communties of Interest, Strategie und Verteidigung (DEU), COI Hybrid Influencing (UK) and COI Vulnerabilities and Resilience (FIN). Daneben gibt es zwei Funktionsbereiche Analyse und Training in den Grundlagen und Ausbildungshilfen erarbeitet und umgesetzt werden.

Nach einer Herleitung, die sich auch kritisch mit dem Begriff Hybrid auseinandersetzt, bietet das Framework 5 Elemente (Akteure – Tools – Wirkungsfeld – Aktivität – Ziel), die es in einem vernetzten Ansatz auch visuell miteinander verbindet. Diese Vorgehensweise erlaubt es abgeschlossene Aktionen als hybrid zu klassifizieren, aktuelle Vorgänge auf mögliches hybrides Potential zu untersuchen und mögliche zukünftige Risikopotentiale und Schwachpunkte zu erkennen.

Sönke Marahrens wird das Center und das Framework vorstellen und insbesondere die damit verbundenen militärischen Herausforderungen mit uns diskutieren.

Details

Datum:
26. Januar
Zeit:
19:00 - 21:00 CET